· 

Lebenstraum mit Punktlandung: New York City mit den Kids

New York City mit den Kids!! Ein Lebenstraum, der endlich in Erfüllung ging: Strahlende Kids, eine überglückliche Mama, die Stadt, die niemals schläft, Füße im Dauertraining und jeden Abend Vorfreude auf den neuen Tag!

Mit den gerade erwachsenen Kindern nach New York City! Ein Traum, den ich schon lange hege. Und als die Schulabschlüsse bevorstehen hören die „Kids“ von mir: Wenn ihr mit der Schule durch seid, lade ich euch nach New York ein. Das Timing ist perfekt: mit zu kleinen Kindern in eine so große und spannende Stadt zu reisen würde wahrscheinlich alle Parteien überfordern und außerdem möchte ich natürlich, dass sie sich lange an eine tolle Reise mit Mama erinnern werden. Mein Plan geht auf!

 

Nach vielen Jahren der Vorfreude geht es denn endlich los. Die Flüge gebucht, die ESTA-Visen beantragt und das tollste Hotel für unseren Geschmack – das RIU Plaza, um die Ecke vom Times Square – reserviert.

 

Vom Flughafen nehmen wir den AirTrain in die Stadt und von der Jamaika Station die Subway zum Hotel. So kommen wir am schnellsten und am günstigsten in unser Zuhause auf Zeit. Und ja! Der Blick aus unserem 28. Stock auf das wuselige Manhattan.... Mega! Die Augen meiner Kinder leuchten – und Mama ist mega-happy. Wir lieben unser Hotel auf den ersten Blick: schickes Design, coole Bars... Frühstück und Abendessen: eine wunderbar, köstliche und abwechslungsreiche Auswahl. Die Location? Das RIU liegt um die Ecke des Times Squares und Broadways: Wir lieben New York in der ersten Reihe!
 

Viel haben wir an Gepäck nicht mitgenommen – schließlich wollen wir shoppen gehen. Aber bequeme Schuhe haben wir dabei. Natürlich! Denn wir werden 8 Tage lang den ganzen Tag auf den Beinen sein. Während meine Kids in der Vergangenheit nicht wirklich begeisterte Wandersleut´ waren, kriegen sie in New York City nicht genug. Alles wollen wir sehen, jede Station in vollen Zügen genießen.

 

 

Unsere Aussicht aus dem 28. Stock im RIU-Hotel:

 

Da das RIU direkt um die Ecke des Times Square liegt, erleben wir den berühmtesten Platz Amerikas tagsüber und bei Nacht – mit Menschenmassen egal zu welcher Tageszeit. Doch für die Youngsters ist das genau das richtige. Hier tobt das Leben. Vor allem abends, wenn die riesigen LED-Billboards leuchten und blinken; auf der berühmten, roten Treppe am Times Square sitzen wir, stundenlang, und saugen das New Yorker State of Mind auf: Menschenmassen -  immer in Bewegung, Selfies werden geschossen und lebensgroße Comic-Figuren bieten ihr Antlitz als Fotomotiv an; gegen Bares, versteht sich.

 

 

Grand Central Station

 

Der wohl schönste Bahnhof der Welt: Grand Central Station. Der Bahnhof wurde 1913 eröffnet und ist mit 67 Gleisen der Bahnhof mit den meisten Gleisen, weltweit. Heute beherbergt die Station außerdem viele Boutiquen und einige Restaurants; sehr teure Restaurants. Wie in einem Film beobachten wir eine Verfolgungsjagd: offenbar wollen die sprintenden Polizisten einen Gauner stellen. Der jagt an uns vorbei, verschwindet in der Menschenmenge; die Police Officers hinterher.

 

Grand Central Station:

 

Brooklyn Bridge

 

Einmal über die Brooklyn Bridge flanieren.... Natürlich sind wir mit unserer Idee nicht alleine und so wandern wir mit tausenden anderen Touristen über die schönste Brücke New Yorks. Vermiesen lassen wir uns das Erlebnis nicht. Die Brooklyn Bridge ist eines der Wahrzeichen New Yorks. Sie führt über den East River und verbindet Downtown Manhattan und Brooklyn. Die Brücke hat sechs Fahrstreifen und - on top - einen Fuß- und Radweg. Von der Brücke aus hat man einen fantastischen Blick auf Manhattan. Und zum Sonnenuntergang leuchtet Downtown bei schönem Wetter sensationell in Rottönen. Bei unserem Besuch ist der Himmel leider bedeckt. 1883 wurde die Brooklyn Bridge eröffnet. 19 Millionen Dollar kostete der Bau. Bald gab es Gerüchte, die Brücke sei nicht stabil und könnte zusammen brechen. Um das Gegenteil zu beweisen, ließ der Zirkusmann Barnum 21 Elefanten über die Brücke wandern. Wir wandern über die Brücke nach Brooklyn und sind dann ganz entzückt von dem klitzeklein anmutenden Örtchen – gegenüber Manhattans.

Brooklyn Bridge:

 

 

MET

 

Die Museen heben wir uns für die regnerischen Tage auf. Das Metropolitan Museum of Art (Met) ist das größte Museum der USA. Und obwohl Menschenmassen in das Museum strömen verläuft sich die Menge in den vielen verschiedenen Räumlichkeiten und Ausstellungssälen. Einige der wichtigsten Artefakte der Welt sind hier ausgestellt. Stundenlang halten wir uns im MET auf: mein Sohn interessiert sich für die Waffenausstellung, meine Tochter für die alten Ägypter. Und so hat jeder Zeit und Muße für seine eigenen Interessen.

 

 

 

 

Central Park

 

Die MET ist im Central Park gelegen. Die Grüne Lunge New Yorks besuchen wir so oft wir können. Zu jeder Tages- (oder Nacht-) Zeit joggen fleißige Einheimische an uns vorbei. Eichhörnchen kommen vertraut nahe und wir kringeln uns vor Begeisterung, während wir ihnen zusehen. Auf den Spielplätzen des Parks vergnügen sich die Kids, während die Nannies sich wichtiges zu erzählen haben. Auf Wunsch meiner Tochter besuchen wir den vielen Drehorte der Lieblingsserie "Gossip Girl". Ach, würde Gossip Girl's Bad Boy Chuck Bass doch nur um die Ecke biegen...!

 

Ganz zu unserer Begeisterung findet das jährliche, kostenlose Konzert der New York Symphoniker ausgerechnet zu der Zeit statt, während wir in New York sind. Mit Decken, Leckereien und Getränken wandern wir in den Park und nehmen am wohl größten Picknick aller Zeiten teil. Das Flair ist unglaublich. So manch geübter New Yorker hat Camping-Garnituren in lange elegante Tafel verwandelt - mit Buffet und Kerzenlicht. So mittendrin fühlen wir uns pudelwohl – auch wenn die Akustik der Lautsprecher leider vom Musikspektakel nicht viel hören lässt.

 

Central Park: die Grüne Lunge New Yorks:

 

 

China Town, Little Italy und Soho

 

China Town.... Nun ja. Na klar, man muss es einmal gesehen haben. Uns bewegt das doch durchaus uncharmante Auftreten der Bewohner dort nicht wirklich zum Verweilen. An jeder Ecke werden falsche Markentaschen angeboten, im Flüsterton, denn diese Deals sind illegal. Den Dreck überall auf der Straße finden wir schade und nicht nötig und auch das chinesische Restaurant, das uns als Insidertipp vom Reiseführer wärmstens empfohlen wurde: Die Bedienungen sind kurz angebunden und genervt und das Essen gänzlich geschmacksneutral. Nun ja. Station abgehakt.

 

 

Auch Little Italy ist gänzlich touristisch. Es reiht sich Restaurant an Restaurant. Doch die Einladungen des Restaurantpersonals sind hier deutlich charmanter als in China Town.

Welcome to China Town:

 

 

Unser  absoluter Favorit: Soho. Die Boutiquen hier sind einzigartig und endlich nicht Teil der riesigen Ketten. Es gibt viele tolle Galerien und auch das Tempo der Stadt scheint in diesem Viertel ein wenig ausgebremst zu sein. Wir verirren uns in die Eden Fine Art Gallery – eine sensationell tolle Galerie mit Werken moderner Künstler wie Alec Monopoly, Dorit Levinstein und Fred Allard. Hier werden meine Augen ganz groß! Gottseidank sind meine Koffer nicht groß genug....

 

Die Eden Fine Art Gallery:

 

 

 

MoMa

 

Freitags nachmittags ist der Eintritt in das berühmteste Museum New Yorks kostenlos. Das MoMa ist ein Must-See – also begeben wir uns  an einem Freitag Nachmittag dort hin. Die ewig lange Schlange vor dem Eingang strapaziert die Geduld. Wir reihen uns ein, erhalten unser kostenloses Ticket und schieben uns mit gefühlt hunderttausenden anderen Menschen ins Museum. Dali, Picasso, Warhol, van Gogh, Gauguin, Klimt.... die wichtigsten Künstler alle Zeiten sind hier vereint. Doch schon schnell überfordern mich die unglaublichen Menschenmassen. Vor den wichtigen Werken drängen sich die Handy-Touries um das schnelle Foto zu schießen. Ein Verweilen und Bestaunen ist am Freitag nicht möglich. Wir flüchten.

 

 

 

Staten Island

 

Natürlich kann man mit dem Boot zur Freiheitsstatue hinüber fahren – oder drum herum. Die Fahrten sind teuer und der kurze Fotomoment nicht wirklich befriedigend. Wir folgen dem Tipp, die Staten Island Fähre von Lower Manhattan hinüber nach Staten Island zu nehmen. Die Überfahrt ist kostenlos und so schippern wir gemütlich von Manhattan weg. Und während Manhattan immer kleiner wird, haben wir einen überwältigend schönen Blick auf Downtown. In der Ferne ziehen wir an der Freiheittsstatue vorbei. Zu unserer freudigen Überraschung hat in Staten Island gerade ein riesiges Outlet-Shopping-Center eröffnet. Ganz klar, dass wir hier das eine und andere Schnäppchen sichern!

 

 

 

 

 

Oculus & 9/11 Memorial

 

Es gibt einige Stationen in NYC, die man ganz unbedingt besuchen sollte. Das Oculus und das 9/11-Memorial Center gehören dazu. Das Oculus – die frühere Path Subway-Station - war beim Terrorangschlag 2011 komplett zerstört worden. Die Behörden bauten die Station wieder auf – zum „Monument der Hoffnung“. Der Architekt Santiago Calatrava ließ sich bei seinem Entwurf vom Bild eines Kindes, das eine Taube fliegen lässt, inspirieren. 4 Milliarden Dollar hat das Monument gekostet. Wir machen Pause und lassen uns auf einem der vielen Sitzmöglichkeiten nieder. Das Viertel hat eine unbeschreiblich intensive Ausstrahlung, die uns stumm macht. Um die Ecke des Oculus finden wir die beiden Endlos-Brunnen, die an die beiden Türme erinnern, die am 9/11 eingestürzt waren. Meine Kinder sind in Amerika auf die Welt gekommen und waren noch ganz klein, als die 9/11-Anschläge passierten. Dennoch hat der Terrorakt auch in ihrem Leben dunkle Erinnerungen hinterlassen. Lange starren sie in das riesige, tiefe, schwarze Loch der Brunnen hinab. Sie sind beide sichtlich bewegt ob des Bewusstseins, dass hier der größte Terroranschlag aller Zeiten tausende Menschen ums Leben gebracht hat. Sie nehmen sich viel Zeit, die Namen der Opfer zu studieren, die in den kupfernen Rahmen des Brunnens gestanzt sind. Auf einem Namen steckt eine weiße Rose: Joseph John hätte heute Geburtstag gehabt.

 

Ins 9/11-Museum traut sich nur mein Sohn. Meine Tochter hat Angst im Angesicht von Zeitzeugnissen des Kummers von Emotionen überwältigt zu werden. Hier wird die volle Wucht des Anschlages sichtbar. Ein zerstörter Feuerwehrzug zeugt von Schicksalen, die hier besiegelt wurden. Und im Raum der Opfer wird jedem einzelnen Menschen gedacht, der am 11. September 2001 starb. Mein Sohn verbringt eine lange Zeit im Raum der Opfer, gibt jedem Schicksal die nötige Aufmerksamkeit. Hier kann man die Geschichten der Opfer nachlesen: ihr zu kurzes Leben und wo sie ihr Leben lassen mussten. Ich verberge meine Tränen und verlasse den Raum.

 

 

 

Wieder zurück am Tageslicht lassen wir die Eindrücke sacken. Wir gehen im Vietel spazieren, vorbei an riesigen Street-Art-Wänden. Die Stadt hat die Bauwände der Baustellen um Ground Zero von Graffiti-Künstlern gestalten lassen. „Keiner kriegt uns klein!“ heißt die Botschaft dieses großartigen Projekt.

 

 

 

Top of the World

 

Ein weiteres Highlight in NYC ist natürlich die Aussicht vom Empire State Building oder vom The Rock auf dem Rockefeller Center. Wir haben uns den Blick tagsüber und bei Nacht gegönnt. Ein überragendes Erlebnis. Lange und in andächtiger Stille starrt mein Sohn hinab auf die pulsierende Stadt. Ganz klein wirkt New York von hier oben.

 

 

 

The Vessel. Hudson Yard.

 

Timing ist alles. Als wir das neue Monument The Vessel im schicken Hudson Yard-Viertel besuchen, versinkt die Sonne gerade hinter New York. Das fantastische 15-stöckige Gebilde strahlt in goldenem Licht. Im Nu sausen wir die 2.500 Stufen hinauf auf die Aussichtsplattform. Das neue Luxus-Kaufhaus direkt daneben interessiert uns  kaum. Hier oben auf The Vessel, im goldenem Licht des Sonnenuntergangs schießen wir unsere schönsten Erinnerungsfotos an New York – es werden geliebte Dokumente einer ganz wunderbaren Zeit mit den Kindern in New York.

 

Der Abschied von unserem New York fällt uns schwer. Ungern verlassen wir unser Zimmer im 28. Stock - hoch über der City. Das brodelnde Leben am Broadway, müde Beine am Abend, das köstliche Glas Wein am Abend mit Vorfreude auf den nächsten Tag.... New York, wir kommen wieder. Auf jeden Fall! Und meine Kids habe ich garantiert auf meiner Seite; sie sind gerne wieder mit dabei, beim nächsten Besuch im Big Apple.

 

 

Autorin Maria Burges mit ihren Kindern auf The Vessel in Hudson Yard.

Juni 2019.



Tipps für New York:

 

Ankunft. Geld wechseln

 

Bloß NICHT am Flughafen. Hier gibt der wahrlich unverschämte Wechsler für 100 Euro grad mal 88 Dollar. Kein Bargeld dabei? Keine Sorge!! Mit Kreditkarte kommt man überall zurecht.

 

In Manhattan empfehlen wir die AFEX Wechselstuben.

Sehr fairer Wechselkurs OHNE Gebühren.

AFEX gibt es in der

870 7th Avenue und

805 3rd Avenue #1210

 

 

AirTrain vom Flughafen

 

Vom JFK zur Jamaika Station und dann weiter mit der Subway zum gewünschten Ziel.

 

Aber nicht wundern: am Flughafen kann man das tickt für dem AirTrain nicht kaufen. Das kriegt man erst beim Ausgang der Jamaika Station... sonst kommt man nicht raus. Hier am Automaten kann man sich gleich die Wochenkarte ziehen. Die Automaten nehmen alle Kreditkarten.

 

 

Tipp

 

Entweder den Subway-Plan ausdrucken oder die App NYC Subway runter laden.

 

Shopping:

Infos, Reportage & Tipps.... HIER!

 

Raucher

 

Zigaretten unbedingt aus Deutschland mitnehmen. Eine Schachtel kostet in Manhattan 14 Dollar bis 18 Dollar.

 

 

Weingenießer

 

Spart euch das Glas Wein. Bestellt direkt eine Flasche. Das Glas kostet ca 10 Dollar. Die entsprechende Flasche 24 Dollar.

 

 

Subway Wochenticket

 

Für 34 Dollar könnt ihr unlimited fahren.

 

Auch die Seilbahn nach Rosewelt Island ist inkludiert. Die Karte selber kostet 1 Dollar. Und Achtung: bei der Rückfahrt zum JFK werden Leute euch fragen, ob sie eure Karte haben können, weil „Ihr sie ja nicht mehr braucht...“ Das stimmt nicht! Für den AirTrain braucht ihr die Karte - sonst müsst ihr wieder einen Dollar zahlen.

 

 

Fähre nach Staten Island

 

Die Fähre ist kostenlos und bietet einen sensationellen Blick auf Downtown Manhattan. Natürlich sind touristische Ausflüge mit dem Boot zur oder um die Liberty auch nett. Aber die Staten Fähre ist immerhin kostenlos.

 

 

 

MoMA

 

Freitags ab 16 Uhr ist der Eintritt kostenlos. Wer sich den Eintritt sparen möchte, kann sich in die Schlange um die Freikarten einreihen. Aber: Gute Nerven braucht man auch, denn das Museum ist dann natürlich brechend voll. Vor allem vor den wichtigsten Werken bilden sich riesige Menschenmengen. Kunstgenuss geht anders.

 

Musical

Ja, es ist einfach schön, sich am Broadway ein Musical anzusehen. Mein Sohn hat sich bei diesem Mädels-Ausflug ausgeklinkt - zu kitschig für seinen Geschmack. ;-) Wir wählten ALADDIN  und ließen uns gerne von der wunderbaren und witzigen Inszinierung ins Land von 1000 und einer Nacht entführen. Spätestens als Aladdin mit seiner geliebten Prinzessin mit dem Zauberteppich abheben und ihr "A whole new World" schmachten, schmelzen wir dahin. Die Karten sind wahrlich nicht billig, doch das Erlebnis ist toll.

 

 

New York City Pass

 

Durchaus sinnvoll, wenn man eine Menge Sightseeing unternehmen möchte. Der Pass inkludiert einige Eintritte und beispielsweise das Empire State Building einmal tagsüber und dann bei Nacht. 

www.citypass.com

 

 

Hotel

Unsere Hotelempfehlung, ganz klar:

Hotel Riu Plaza New York Times Square

www.riu.com

 

 

Shop till you drop-Tipps:

Infos, Reportage & Tipps.... HIER!

 

 

Einen Sundowner auf einer Roof-Top-Bar: ein Muss:



Kommentar schreiben

Kommentare: 0